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Gestenreich und mit innbrünstigem Wortfluss werden Anekdoten der Vergangenheit entrissen. Da wird Verwerfliches entblösst und Verborgenes entlarvt. Trotz seiner historischen Garderobe, mit rauhen Hosen und derbem Schuhwerk, ist der Grabmacherjoggi nicht von gestern. Auch aktuelle Kuriositäten und Verhältnisse werden mit scharfer Zunge kommentiert. ![]() Auf dem einstigen Kirchhof von St.Leonhard wird gerade erklärt dass es dem lieben Gott ziemlich sicher egal war, ob im Mittelalter jemand in einem Prunkgrab in der Kirche oder einem billigen Loch auf dem Kirchhof ruhte. ![]() Der römische Sodbrunnen auf dem Münsterplatz ist immer wieder ein paar Worte wert. Auch wenn er heute nur noch als runder Betondeckel im Kopfsteinpflaster zu sehen ist. Immerhin parkieren ihn heute keine Reisebusse mehr zu. ![]() Hier bietet der Grabmacherjoggi sein reiches Arsenal an Mimik und Gestik auf, um eine barocke Lappalie zu einer dramatischen Liebesgeschichte aufzublasen, wie sie selbst Shakespeare nicht eingefallen wäre. ![]() Um gut zu Fuss für seine Führungen zu sein, bedient sich der Grabmacher zwischen den Rundgängen einfacher Mittel. Der Lehre von Montsignore Sebastian Anton Kneipp folgend, wird hier die Duchblutung am Brunnen angeregt. ![]() Einige Schritte ob der Freien Strasse wird so eben die Entstehungsgeschichte von Niggi Stöcklins Pissoir-Laternchen ausgewalzt, welchem der internationale Ruhm eines Brüsseler Manneken-Pis bislang ungerecht versagt blieb. ![]() Beim Schöneckbrunnen in der Dalbe überkommt den alten Totengräber am Ort eines römischen Grabes einmal mehr der ihm stets im Nacken sitzende Drang, von Basler Bestattungsgeschichte zu plaudern. ![]() Behende wie eine Gams (und elegant wie ein Murmeltier) erklimmt der Grabmacherjoggi einen historischen Trittstein, um aus bescheidener Höhe zum Hauszeichen des Hauses zum Venedig am Schlüsselberg zu dozieren.
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