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basler stadtfuehrer grabmacherjoggi
Willkommen zu Ihrem Stadtrundgang in Basel. Der Grabmacherjoggi lädt ein zum Erlebnis einer Tour zwischen Kultur, Geschichte und schrägem Humor. Wagen Sie einen aussergewöhnlichen Bummel mit dem alten Totengräber.

Er kennt die Orte des Glanzes wie auch die Nischen des Dunklen. Die Humanistenstadt formte ihn zu einem kauzigen Basler Original, von denen die Vergangenheit viele kennt. Zum Beispiel Leute vom Schlage eines Reinhard Keller.


Kunsthändler Reinhard Keller

Reinhard Keller (1759-1802) hatte Spürsinn. Von der Natur mit bescheidener Körpergrösse bedacht, pflegte er zudem die äussere Erscheinung eines schlichten Gemüts. Dies um gezielt arglos zu wirken. Doch Keller war mit Raffinesse und Redebegabung reich gesegnet.

Skrupel zählten zuweilen nicht zu seinen Talenten. So versilberte er die Kunstschätze französischer Migranten in Geldnot, die auf der Flucht vor den Sansculotten in die Schweiz flohen. Der eigentliche Profit landete dabei in Kellers Taschen. Er war, was man einen Windhund nennt.

Mit Erfolg nutzte er dies beim Kauf und Verkauf von Kunst. Angeblich war er stets Informiert über den Kunstbesitz in der ganzen Stadt. Stand er wegen eines "unbedeutenden" Gemäldes an der Wand der guten Stube vor der Tür, dann hatte man ihn unversehens eifrig redend im Haus.

War er mit dem Kunstwerk unter dem Arm endlich weg, vernahm man bald, dass er es für ein Vielfaches an einen Kenner verkaufen konnte. Er stellte sich gerne als Kunstmaler vor, wobei sich sein Schaffen im zu Papier bringen kolorierter Radierungen und Aquarellen erschöpfte.

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